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Hautcreme selbst machen

Hautcreme selbst herstellen – DIY Hautcremes

Der menschliche Körper ist ein lebendiger Organismus, der auf eine natürliche Pflege angewiesen ist. Obwohl sich eine Hautcreme durch den Einsatz chemischer Inhaltsstoffe preiswerter und mit längerer Haltbarkeit herstellen lässt, erinnern sich immer mehr Menschen daran, dass es die einfachen Dinge sind, die heilen und die Gesundheit stärken. Neben Pflegeprodukten mit zertifiziertem Ökosiegel steigt der Trend, sich Hautpflegeprodukte selbst herzustellen. Die Eigenproduktion ist einfach und man kann sicher sein, dass die Haut auf gesunde Weise genährt wird. Natürliche Hautcreme für eine gesunde Hautpflege.

Die verschiedenen Hauttypen

Fettreiche Haut

Fettreiche Haut entsteht durch eine Überproduktion von Talg und wirkt dadurch ölig und glänzend. Die Poren können vergrößert sein, die Durchblutung ist meist herabgesetzt und das Hautbild kann vermehrt Unreinheiten wie Pickel und Mitesser aufweisen. Gleichzeitig entstehen bei diesem Hauttyp weniger Falten, weil die Haut eine größere Elastizität aufweist.

Merkmale fettiger Haut:

  • Das fettige Hautbild beschränkt sich oft auf den Haaransatz, die Stirn, die Nase und das Kinn
  • Die Haut weist größere Poren auf
  • Neigung zu Mitessern, Pickeln, Grieskörnern
  • Öliger Gesamteindruck
  • Geringe Faltenbildung

Verstärkte Talgabsonderungen haben ihren Ursprung meist in hormonellen Veränderungen.

Dazu gehört auch der Zeitraum der Pubertät, in dem fettige Haut dominiert. In den Wechseljahren wandelt sich das Hautbild und neigt durch fehlende Hormone zur Trockenheit. Weitere Ursachen fettiger Haut können Störungen der Nebennierenrinde oder des vegetativen Nervensystems sein. Auch Medikamente sind in der Lage, zur verstärkten Talgproduktion beizutragen.

Hautcreme fettige Haut

Hautcreme für fettige Haut selbst herstellen

10 Milliliter Traubenkernöl
4 Gramm Tegomuls (pflanzlicher Emulgator und wichtig für die Fettphase)
4 Gramm Sheabutter
50 – 60 Milliliter Wasser
1 TL Baobab Pulver
5 Tropfen Rosmarin-Öl
10 Tropfen Paraben K (Konservierungsstoff aus der Apotheke)

Trockene Haut

Mangelnde Talgproduktion ist die Ursache trockener Haut. Das Hautbild ist matt und glanzlos und einzelne Hautpartien können gerötet sein. Die Haut spannt oft und reagiert empfindlich, was sich in Form von Juckreiz, Hautschuppungen und allergischen Reaktionen zeigen kann.

Merkmale trockener Haut:

  • Stumpf erscheinendes Hautbild
  • Erhöhte Neigung zur Faltenbildung
  • Spannungsgefühl, das besonders nach dem Waschen auftritt
  • Raue und schuppige Hautpartien
  • Kälte fördert die Überempfindlichkeit der Haut

Der Mangel an Talg bewirkt in den meisten Fällen einen Mangel an Feuchtigkeit, da die Haut Wasser nicht in ausreichender Menge binden kann. Dadurch entstehen die trockenen Hautpartien, die besonders an den Wangen, am Hals, dem Dekolleté, den Händen, Schienbeinen und Füßen sowie am Rücken und den Außenseiten der Oberschenkel zu finden sind. Interessanterweise verändert sich das trockene Hautbild häufig von selbst, wenn die Betroffenen im Urlaub sind und die Psyche ausgeglichener ist. Mit jedem Grad, um das die Hauttemperatur steigt, verstärkt sich die Talgdrüsenproduktion um ca. 10 Prozent. Deswegen hilft auch Sport, um einem trockenen Hautbild entgegenzuwirken. Es darf allerdings nicht zur direkten Sonneneinstrahlung kommen, da diese für die Austrocknung der Haut verantwortlich ist.

Häufig sind es Fehler bei der Hautpflege oder Umweltfaktoren, die dafür sorgen, dass ein trockenes Hautbild entsteht. Dazu gehören stark alkoholische Reinigungspräparate, intensive Sonneneinstrahlung, Wind und Kälte, Medikamente, chlorhaltiges Wasser, der Luftzug aus einer Klimaanlage sowie Vitaminmangel, eine falsche Gesichtscreme oder die Wechseljahre.

Hautcreme trockene Haut

Hautcreme für trockene Haut selbst herstellen

13 g Bienenwachs
4 Gramm Tegomuls (pflanzlicher Emulgator und wichtig für die Fettphase)
6-7 g Sheabutter
40g Lanolin anhydrid
1 TL Moringa Pulver
125ml Wasser
6 Tropfen Borretschöl
10 Tropfen Paraben K (Konservierungsstoff aus der Apotheke)

Mischhaut und normale Haut

Mischhaut
Die Mischhaut weist an Stirn, Nase und Kinn fettige Hautpartien auf, während die übrigen Gesichtspartien eher trockener Natur sind. Im Gesicht, auf der Brust und am Rücken zeigen sich bei diesem Hauttyp die fettigen Hautpartien, während die Haut am Ellenbogen, den Schienbeinen und an den Füßen zur Trockenheit neigt.

Mischhaut ist eine Kombination der Eigenschaften des fettigen und des trockenen Hautbildes. Die übermäßige Fettbildung erfolgt zum Schutz vor Umwelteinflüssen und kann auch eine Reaktion auf zu viel und vor allem reizende Hautcreme sein. Es können aber auch genetisch bedingte Ursachen vorliegen.


Normale Haut
Normale Haut findet sich selten und ist meist nur im Kindesalter anzutreffen. Später wirken die Ernährung, Umwelteinflüsse, Medikamente, Bewegungsmangel und ein stressvoller Alltag auf den Körper und die Psyche und verursachen Störungen im Hautbild. Normale Haut ist rosig und feinporig. Sie reagiert nicht allergisch auf Umwelteinflüsse oder Hautcreme.

Manche Frauen entwickeln im zweiten Drittel der Schwangerschaft ein normales Hautbild, obwohl sie vorher mit Mischhaut oder fettiger Haut zu kämpfen haben. Hier wirken die hormonellen Veränderungen positiv auf die Talgproduktion und sorgen für ein perfektes Hautbild.

Mischhaut T-Zone

Hautcreme für Mischhaut und normale Haut selbst herstellen

10 Milliliter Kamillen-Ölauszug
10 Tropfen Paraben K (Konservierungsstoff aus der Apotheke)
5 Gramm Kakaobutter
25 Tropfen Kamillen-Tinktur
70 Milliliter destilliertes Wasser
25 Tropfen Rosmarin-Öl

Individuelle Hautpflege

Die unterschiedlichen Hauttypen verlangen individuelle Pflege. Eine vermehrte Fettproduktion braucht eine andere Behandlung als eine Haut, bei der der Fettanteil zu niedrig ist. Bei der Mischhaut kommen hingegen unterschiedliche Pflegeanwendungen zum Einsatz.

Pflege fettiger Haut

  • Gesichtscreme und Hautcreme müssen Feuchtigkeit spenden und fettfrei sein
  • Wenig Kosmetika verwenden
  • Make-up auf Wasserbasis nutzen
  • Entzündete Hautstellen mit Heilsalben versorgen
  • Sonne (in Maßen), Sauerstoff und Salz (Meerwasser) wirken positiv auf den Teint

Pflege trockener Haut

  • Hautcreme mit Lichtschutzfaktor benutzen
  • Fetthaltige Hautcreme benutzen (Wasser-in-Öl-Emulsionen)
  • Gesichtswasser ohne Alkohol verwenden
  • Naturhonig pur auf Hautreizungen oder trockene Stellen auftragen
  • Spezielle Pflege der Augenpartie, da sich trockene Haut dort besonders schnell sichtbar macht

Gesunde und natürliche Pflegeprodukte

Das natürliche Zusammenspiel der Zellen im menschlichen Körper sollte auch durch natürliche Wirkstoffe unterstützt werden. Trotzdem gibt es immer noch zahlreiche Produkte für die Hautpflege, die chemische Substanzen enthalten. Dazu gehören:

  • Mineralöl
  • Silikon
  • Parabene
  • Mikroplastik
  • synthetischen Duft, Farb- und Konservierungsstoffe


Die Stoffe sorgen für Irritationen der Haut, beeinflussen das chemische Gleichgewicht im menschlichen Körper und gehen in vielen Fällen zulasten der Umwelt. Daher verstärken sich die Bestrebungen, Produkte für die Hautpflege auf Basis gesunder und natürlicher Inhaltsstoffe herzustellen, Mikroplastik aus Peelingprodukten zu entfernen und Produkte zu entwickeln, die ohne Konservierungsmittel auskommen.

Daher bekommt Biokosmetik einen immer größeren Stellenwert. Hautcreme, die mit einem Ökosiegel versehen ist, wirkt in positiver Weise auf die Zellen der Haut. Sie unterstützt die natürliche Funktionsweise, ohne dabei Substanzen in die Haut zu bringen, die den Zellfunktionen schaden. Es gibt beispielsweise Produkte für die Hautpflege, die frisch hergestellt und ohne Konservierungsstoffe angeboten werden. Eine auf diese Weise hergestellte Gesichtscreme ist zwar nur drei Monate haltbar, aber sie garantiert der empfindlichen Gesichtshaut natürlichen Schutz und gesunde Nährstoffe.

Hautcreme Tiegel

DIY Hautcreme

Eine Hautcreme selbst herzustellen, ist ganz einfach und hat folgende Vorteile:

  • Die Hautcreme ist frei von chemischen Inhalts- und Konservierungsstoffen
  • Die Inhaltsstoffe können dem Hauttyp angepasst werden
  • Keine Verwendung von Mikroplastik und daher umweltfreundliche Herstellung
  • Selbst hergestellte Hautcremes wurden nicht an Tieren getestet

Um eine Creme für den Körper oder das Gesicht herzustellen, braucht es zwei Bestandteile – Öl und Wasser. In der Fachsprache wird auch in Fettphase und Wasserphase unterschieden. Da Wasser und Öl auf der chemischen Ebene komplett unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, braucht es einen sogenannten Vermittler, um beide Substanzen miteinander zu verbinden – den Emulgator.

Ist diese Grundlage geschaffen, können weitere Wirkstoffe nach Belieben hinzugegeben werden, um das Hautbild beispielsweise zu klären, die Porengröße zu verringern oder um eine heilende und beruhigende Wirkung zu erzeugen. Dafür lassen sich ätherische Öle nutzen.

Die Herstellung ist ganz einfach. Bei einer Gesichtscreme für die Mischhaut werden beispielsweise Olivenöl und Bienenwachs im Wasserbad erwärmt, bis sie sich miteinander verbinden. Anschließend kommt ein ätherisches Öl hinzu, das Gemisch muss abkühlen und schon ist die Creme fertig.

Die Kombination von Kakaobutter, Sheabutter und Öl ergibt ebenfalls eine Hautcreme, die sich perfekt auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen lässt. Dabei sorgt Borretsch-Öl für viel Feuchtigkeit und kann die Haut sogar bei Neurodermitis beruhigen. Moringa-Öl hilft, Falten zu glätten und wirkt sich positiv auf Entzündungsprozesse aus. Wildrosen-Öl wird aus Hagebutten gewonnen und lässt eine nährstoffreiche Hautcreme entstehen, die der trockenen Haut hilft.

Es ist unbedingt drauf zu achten, dass sämtliche Arbeitsutensilien gereinigt und/oder desinfiziert sind. Gerade weil die hergestellt Creme ja auch eine gewisse Haltbarkeit haben soll, ist es also essentiell ein besonderes Augenmerk auf die Hygiene zu legen. Wie im Text beschreiben, bestehen pflegende Cremes aus einer Fettphase und aus einer Wasserphase. Für die Herstellung der Fettphase sollte ein Wasserbad verwendet werden, indem die Zutaten in einer trockenen Schüssel vermengt werden. In diesem Wasserbad werden nun die zum Einsatz kommenden Öle, sowie ….. erwärmt und gründlich verrührt. Die Wasserphase wird nach ähnlichem Prinzip vorbereitet.
Hierzu wird also ebenfalls ein Wasserbad und abgekochtes Wasser verwendet. Dabei wird das abgekochte und abgekühlte Wasser wiederum in einem separaten Behältnis durch das Wasserbad auf ähnliche Temperatur wie die Fettphase gebracht. Im Anschluss müssen die Fettphase und die Wasserphase gründlich zusammen verrührt werden. Dieser Schritt kann auch durch einen elektrischen Stabmixer erfolgen. Wichtige ist es, dass die Masse auch nach dem Verrühren während des Auskühlens von Zeit zu Zeit durch gerührt wird. Hierbei können auch weitere Zutaten, wie beispielsweise Öle zugegeben werden.

Hautcreme Zutaten

Weniger ist mehr
Die Natur macht es vor und stellt alles zur Verfügung, was der menschliche Körper braucht, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Die Konsumgesellschaft ist ein Stück von diesem Weg abgewichen, da sich Produkte mit chemischen Substanzen kostengünstiger produzieren lassen. Dieses Vorgehen hat jedoch seinen (gesundheitlichen) Preis, den immer weniger Menschen zahlen wollen. Neben veganen und ökologischen Produkten geht der Trend auch im Kosmetikbereich zum DIY. Das ist nur verständlich, denn jeder Mensch ist ein Individuum mit persönlichen Bedürfnissen, die sich nicht durch Massenproduktion stillen lassen.